Im Frühjahr fand ein 6maliger Schnupperkurs für Apportierinteressierte statt. Das Motto lautete: "Apportieren Just for Fun".

 

Im Kurs ging es nicht um das prüfungsmäßige Apportieren mit beispielsweise einem gewünschten geraden Vorsitz oder dem Nichtknautschen, sondern darum, den interessierten Hundehaltern das Apportieren in seinen vielfältigen Möglichkeiten für den Freizeitbereich nahe zu bringen.

 

Ob für Junghunde, erwachsene Hunde oder Senioren. Dies ist eine gute Beschäftigung für fast alle Hunde.

 

Nicht das ständige Werfen und Wiederbringen eines Gegenstandes war das Ziel, sondern Einblicke in die Verlorensuche, das Einweisen (Richtungsapport), über Hindernisse, Apportieren aus dem Wasser (vielen lieben Dank auch nochmal an Alexandra, die auch weggeschwommene oder nicht apportierte Gegenstände aus dem Wasser holte :-)), auch das nacheinander Holen verschiedener ausgelegter oder geworfener Gegenstände (ohne dass der Hund die Gegenstände selbständig während des Holens tauscht) oder das Werfen eines Apportels mit einem Abrufen zum Hundeführer und dann erst Weiterschicken zum Apportel.

 

Während des Kurszeitraumes erkannten die Teilnehmer, dass das Wichtigste war, dem Hund das Apportieren erst einmal schmackhaft zu machen. Das kostet die meiste Zeit. Die Motivation und Animation des Hundes fördern ist das A und O.

 

Da musste sich der Ein oder Andere doch auch ab und zu mal zum „Affen“ machen. Je nach Funktionieren und Umsetzung dieser „Pflichtübung“ konnten je nachdem die verschiedenen Apportierübungen trainiert werden.


Das Weiterkommen im Kurs setzte ein konsequentes Trainieren (vor allem der Motivationsübungen) außerhalb der Übungsstunde voraus, was im normalen Tagesablauf manchmal zeitlich schwer umsetzbar war. Aber auch nicht jedem Hund lag das Apportieren aller Variationen im Blut. 

 

In der Kürze des Schnupperkurses waren - je nach Hund, Problemintensität und Vorkenntnissen – die gewünschten Ziele  ansatzweise oder auch komplett zu erreichen.

 
Ein Hund, der anfangs absolut keinerlei Interesse am Apportieren zeigte (weil er es gar nicht kannte, weil er bereits 12 Jahre ist und zudem vorher nie groß gespielt hatte) war am Schluss total agil dabei. Ob Futterbeutel oder Beißwurst, alles wurde geholt, auch von der gegenüberliegenden Wasserseite.

 

Bei Hunden, bei denen es bisher noch keine komplette Initialzündung gibt, lauten meine Tipps:

 

  • Alles langsam ohne Druck aufbauen
  • Viel Zeit für die Übungen nehmen (vor allem am Anfang für die Motivationsübungen) - gutes Apportieren klappt nicht immer in kurzer Zeit!
  • Die Endübungen in ihre Einzelteile zerlegt trainieren
  • Nicht trainieren, wenn wenig Zeit zum Trainieren vorhanden ist (nicht zwischen Tür und Angel)
  • Immer mit Spaß arbeiten
  • Ggf. wieder einen Schritt zurückgehen, als zu schnell die Übung forcieren.
  • Ggf. auch immer wieder die Motivationsspiele einbauen und auch einfach mal so „happy Dummys“ schmeißen, um den Spaßfaktor hochzuhalten

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim weiteren Ausbauen der Basics.

 

 

 

 

 

Hundesport-Trainingsgemeinschaft Neckartal

(HTG Neckartal e.V.)